2006 Sauvignon Blanc, Markus Schneider, Pfalz

Nach dem wir zuletzt den leckeren Spätburgunder M probiert haben, ist nun auch mal der Schneidersche Sauvignon an der Reihe. Die Farbe ist eher blass, was bei Sauvignons ja nicht unüblich ist. Auch die Nase ist vorerst sehr verhalten; erst nach einiger Zeit werden leichte Gras- und Johannisbeernoten wahrnehmbar. Es sieht ganz so aus als ob dieser Wein erstmal viel Luft braucht um sich zu entfalten – Naja er ist ja auch noch blutjung.
Dasselbe zeichnet sich auch am Gaumen ab. So zeigt sich der Wein vor allem als einer, der sich weniger durch seine Fruchtigkeit auszeichnet, sondern eher durch sein filigranes Mineralik/Säure Spiel, daß mit der Zeit noch ein bisschen an Spannung gewinnt.
Doch nach einiger Lüftungszeit entwickeln sich auch am Gaumen deutlichere Primäraromen, wie Heu und weiße Johannisbeere, die Ihn dann auch klar als Sauvignon erkennen lassen. (Zum Anfang war er kaum als Sauvignon Blanc erkennbar). Ein Touch weißer Pfeffer und ein schöner Schmelz verleihen dem Wein zu guter letzt noch einen Hauch Komplexität. Alles in allem ein erfrischender und auch eleganter Sauvignon der sich bei mir in einer Punkte-Range von 87 bis 88 Punkten bewegt.
alexis2 - Thu, 21.02.2008
