Oesterreich

2006 Grüner Veltliner Unfiltriert, Kurt Angerer, Kamptal, Austria

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Nice bottle we drunk at a cosy wine bar. Very special kind of GV, more Burgundian in style. Aged in barriques and thus quite buttery and oaky - but very well integrated oak. Very smooth and creamy, rich in taste and with a long finish. Actually not easily recognizable as a GV since the typical peppery note (or "Pfefferl") was missing here. I think I wouldn't have recognized the varietal if it was a blind tasting.

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...Later: Sh** Happens!! Sorry 'bout that! :( Luckily the content didn't spill out :)

Weine-Winzer-Violinen im Cocoon Club Frankfurt

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Eine tolle Veranstaltung der Österreich-Wein „Marketinggesellschaft“ war das. Circa 30 renommierte Winzer aus allen Regionen Österreichs haben im modernen, aber durch Beschallung eines Streichquartetts auch folkloristisch gediegenen Rahmen des Cocoon Club 3-4 Weine Ihres Sortiments vorgestellt. Da kann man nicht nicht hingehen, vor allem wenn das Fingerfood Menu von Sternekoch Mario Lohninger sich dann auch noch so schmackhaft anhört wie es dann auch war. Der festen Kost gebührt demnach auch eine prioritäre Erwähnung. Im Grunde hab ich das von Lohninger auch nicht anders erwartet, aber diese gekonnte Ausführung gepaart mit der spitzenmässigen Produktqualität (wie zum Beispiel bei Lachs und Jakobsmuschel) hat mich einfach aus den Socken gehauen. Immer wieder hab ich von den vorbeisausenden Tabletts Schälchen mit kleinen Leckereien geklaut. Hier nochmal im Schnelldurchlauf:

LiptauerKaramelisierteJakobsmuschelgrünerSpargel&Pata
NegrasudPizzaVulcanoschinkenRuccola&FontinaMicroburgerTatar
vomWeideochsen&DijonaioliKäseravioliKärntnerSchlutzkrapfenSpitz
paprika&KohlrabiWienerflügerlWarmgeräucherterLachsApfelkren&
NashiBirneNigirimixGeschmorteOchsenbackerlTahitiVanille&LaRatte
KartoffelnSchokoladesouffle+AhornsirupeisCremebrullee


So, nachdem ich mir das nochmal auf der Zunge hab zergehen lassen, sollte auch der Wein erwähnt werden. Um es kurz zu machen, ich kann mich an gar keinen Wein erinnern der schlecht gewesen wäre. Gut, hier und da war mal ein Veltliner der nach meinem Gusto etwas zu sehr nach Cigarbox schmeckte, aber allesamt waren es hochwertige Weine. Hier eine nicht ausführliche, nicht auschliessende total subjektive Liste bemerkenswerter Weine.

Sauvignon Blancs aus der Steiermark

2008 Sauvignon Blanc steirische Klassik, Weingut Polz, Südsteiermark: Nase von Cassis und Stachelbeere, fruchtig-süffig, aromatisch und erfrischend zugleich – Mein Favorit unter den einfachen Sauvignons

2008 Therese Erste Lage, Weingut Polz: Viel dichter noch, fast cremig, mit schöner Präsenz und gut eingebundener Säure. Einer der anspruchsvolleren Sauvignons, der aber jetzt schon sehr gut zu trinken ist.

Der noch hochwertigere 2007 Hochgrassnitzberg Grosse Lage - auch von Polz- ist noch nicht ganz da und fast zu fordernd im Moment. Aber mit Sicherheit hat er viel Potential: rauchig, exotisch, druckvoll, schöner Schmelz, leicht salzig hintenraus, schöne Länge, das absolute Gegenteil eines Schoppenweins.

Interessant auch der 2007 Zieregg grosse Lage von Manfred Tement, dessen Nase in seiner rauchigen und holzfassbetonten Art, zusammen mit den Sauvignon-typischen Noten leicht an Popcorn erinnert. Am Gaumen dann auch dieser schöne Schmelz gepaart mit viel dichte und einer leichten Salzigkeit. Zum Teil in neuem Holz ausgebaut und er braucht auch noch ein bisschen Zeit.

Weissburgunder (ich glaub auch der einzige der Veranstaltung)

2007 Smaragd Ried Hochrain, Weingut Jamek, Wachau, schön duftig, ausgewogen und elegant, trotzdem dicht und gehaltvoll, leicht rauchig. Ein anspruchsvoller Weissburgunder, der mich etwas an den Schlangenpfiff vom pfälzer Weingut Münzberg erinnert hat.

Veltliner

2008 Am Berg , Bernhard Ott, Wagram: sehr ausgewogen, gute Dosierung der Gewürznoten, trotzdem mit einer gewissen Energie, anspruchsvolle Süffigkeit. Mein Favorit der Einstiegsveltliner.

2006 Rosenberg Reserve, Bernhard Ott, Wagram: exotisch anmutende Nase, mit Birne etwa, dezente Gewürznote, trotzdem mundfüllend und dicht aber nicht wuchtig, dezente Vanillenoten, leicht erhöhte Restsüße die sich aber gut einfügt, schöne Länge, toller anspruchsvoller Veltliner.

2007 Käferberg, Fred Loimer, Kamptal: Auch ein schöner Veltliner mit leichter Würze und trotzdem einem intensiv dichten Gaumen mit viel Energie

Riesling


2007 Steinamssl, Fred Loimer, Kamptal: schöne Balance, Dichte, viel Schmelz, dezente Honignote, mittlere Länge. Ich hab an diesem Abend nicht zu sehr auf Rieslinge geachtet, aber dieser hat mir recht gut gefallen.

Zum Abschluß, noch ein paar Impressionen...

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Violinen wo sonst Techno-Jünger trampeln
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Heute mal kein DJ am Auflegen
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Das futuristische Foyer
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Perfekt geschmortes Ochsenbackerl
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Erleuchtende Weine

The Loimer brothers

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As I walked through the wine stalls of my specialist store, screening the available German Rieslings of the fabulous 2007 vintage, the sommelier came to me and recommended I should have a try of some 2006 wines from Austria, which supposedly was an outstanding vintage there. After he poured me a convincing sip for trying, I finished up with 2 Loimer wines in my basket.

I chilled both bottles for the evening and had them accompanying our dinner. First, the 2006 Terrassen Riesling. It had a misleading color, since the pale yellow with golden hue promised a rather light wine. The nose though revealed quickly that something nobler would await our palates. It was intensive and smelled of ripe apricots and dried fruits. On the palate the fruit was there also, but more impressingly, one could feel how the structure evolved, how the weight on the palate came up, without losing balance, always staying like a monolith and as a plus, with a genius acidity playing Mozart in the background. The unbelievable smoothness and roundness of this wine never makes you feel the 13,5 % of alcohol printed on the label, this is just a very well done wine. Also the long and mineral finish adds some more beauty.92-93 points. Really a nice wine and also a true bargain for about 14 Euro.

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Then of course, we opened the 2006 Terrassen Grüner Veltliner, its brother from the same heights. It nearly had the same color than the Riesling, but this time we know what to expect from there. The nose was as intensive, but with alchemistic perfumes of Flintstone, makes you want to smell it forever. Not too heavy, just like a subtle fog of gunpowder. On the palate at first one notices the acidity which is more present than in the Riesling, although analysis on the website shows it has less, how good of a wine amateur am I? Maybe it’s just the general style of the Veltliner emphasizing spice and herb notes, the apricot fruit was indeed a bit less intensive here, but a great minerality came up which lasted through a long and beautiful finish. No need to say that this wine is also quite a bargain. 92-93 points. Got to go find both wines again!

Oh I nearly forgot to mention the food although it’s truly worth being mentioned. Did you ever try the Secreto part of the Iberico Pork? Delicious! Those thin slices of pork coming from its back are marbled with fat and somehow remind the look of Wagyu beef. You only need to sear it quickly from both sides, add a little salt and pepper and enjoy. The flavor of the meet is so intense, nearly making you think garlic has been added, but it’s the intense acorn flavor coming through – those porks having been fed on them intensively. Yummy! (forgot to make pics, but instead, check out this blog entry at "La Cocina de Cabriola")

VN Weingut Gerhard und Brigitte Pittnauer, Red Pitt 2003, Burgenland

Das Weingut Pittnauer liegt in derselben Ortschaft am Neusiedlersee wie das Weingut Heinrich, dessen Zweigelt 2003 wir schon einmal probiert hatten.
Beide, wie auch 7 andere Winzer aus Gols gehören des Weiteren zur Gruppe der Pannobile-Winzer. Diese vor 10 Jahren gegründete Gemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt „der heraufdämmernden Wein-Globalisierung das Eigene, das Unverwechselbare entgegenzusetzen“, und ist demnach weitaus mehr als ein gewöhnlicher Marketing-Verband. Jedes Mitglied darf jährlich höchstens eine Rot und eine Weissswein Cuvée pannobile nennen; diese muss aber als Voraussetzung zu mindestens 70% aus autochtonen Rebsorten wie Zweigelt, Blaufränkisch, St. Laurent, Chardonnay, Neuburger, Weiss- und Grauburgunder bestehen, und muss die Gegenbenheiten des Bodens und die Handschrift des Winzers widerspiegeln. Jeder Wein wird von allen Pannobile-Winzern probiert und nur wenn er all diese Kriterien erfüllt darf er als Pannobile vermarktet werden.
Man muss also feststellen, dass in Gols ein frischer Wind weht: Die Modernität hat Einzug erhalten und die Winzer haben es geschafft, Tradition und Modern zu verbinden. Pittnauer und Heinrich sind Paradebeispiele dafür: Ihre Weingüter hauchen dem Gebiet Flair und moderne ein. Das kann man an der avantgardistischen Architektur ihrer Weingüter sehen (die wahre Monumente des Generationenwechsels sind), aber vor allem an Ihrem Stil. Es wird nichts unversucht gelassen um das Beste aus dem Terroir rauszuholen: Boden analysiert, Einzellagen mit anderen Rebsorten bepflanzt, modernste Weinverarbeitung, und diesen kreativen Geist spürt man wenn man die Weine im Glas hat.
Also kommen wir am besten gleich zum Wein. Dieser ist nun keiner der sich Pannobile nennt, aber er hat deswegen keinen minder schönen Namen: „Red Pitt“. Es handelt sich um eine Cuvée aus Zweigelt (Hauptanteil mit 60%), Sankt Laurent, Cabernet-Sauvignon und Merlot, also um ein wein in dem die Handschrift des Winzers deutlich erkennbar sein müsste.
Im Glas hat der Wein eine dunkle Farbe mit Violetten Reflexen; er wirkt dabei nicht flüssig wie Wasser sondern viel samtiger. Genau das ist auch der erste Eindruck den man im Mund hat: eine samtig-weiche Textur, ein angenehm ausbalancierter Wein der dennoch sehr modern rüberkommt. Die Nase hat eine pfeffrig fruchtige Note, vor allem nach Waldbeeren.
Diese Frucht ist auch am Gaumen sehr deutlich, und man kann zusätzlich noch Zwetschgen-Noten erkennen. Die Frucht ist dabei ungemein konfitürig und besticht auch durch seine Länge. Der Frucht und Balance-Eindruck ist so stark, dass man kaum glauben kann dass er 14% Alkohol mit sich bringt, obwohl die Tränen am Glas es irgendwie andeuten.
Nachdem man ein paar Schluck von diesem tollen Wein getrunken hat, und ein bisschen über seinen Stil nachgedacht hat fällt einem folgendes ein: "Wäre dieser Wein ein Mensch, dann wäre er metrosexuell". Nun weiss ich, dass dieser Begriff in der oenologischen Sprache ein Unding ist aber irgendwie finde ich, dass er zur Avantgarde vom Neusiedlersee passt.
Note: 92

VN Gernot Heinrich, Zweigelt 2003, Burgenland

Vorneweg ein paar Infos zum Wein:
Das Weingut Heinrich liegt im Dorf Gols am Neusiedlersee im österreichischen Burgenland.
Das Weingut gehört laut Hugh Johnsons’ Weinatlas „in Österreich zusammen mit den Weingütern Achs, Nittnaus, Stiegelmar und Umathum zu denen die Jahr für Jahr besseren Rotwein produzieren“
Das Jahr 2003 war wegen seiner relativ frühen und starken Hitze ein exzellenter Jahrgang in Österreich, in dem schon ab Ende August die Weinlese begonnen hat. Die Zweigelt Trauben waren in diesem Jahr tief fruchtig.
Die Zweigelt Traube ist eine österreichische Züchtung aus dem Jahre 1922, bei der St-Laurent und Blaufränkisch gekreuzt wurden.
Eine Interessante Beschreibung des Weinguts ist auf der Website von Pinard de Picard zu lesen, aber auch die Website des Weinguts hält aufregende Infos über Rebsorten und Verarbeitung parat.

Zum Wein: Im Glas zeigt der Wein eine schöne kräftige Farbe mit leuchtendem Rubinrot. Die Nase ist opulent und entfaltet sich schon kurz nach dem öffnen. Cassisduft überwiegt aber auch Himbeernoten erscheinen und geben dem Bouquet eine tolle Finesse. Im Mund wird man überwältigt von einer samtigen Textur (man freut sich dass der Wein nicht in neuen Fässern ausgebaut wurde), das heißt ganz weiche Tannine die der schönen runden Frucht genau den Halt geben die sie braucht. Die Frucht erfreut dabei den Gaumen genauso wie sie schon die Nase erfreut hat und wird noch von einer leichten würzigen Note begleitet. Im Abgang zeigt sich der Wein schön lang. Fazit 1: Ein sehr angenehmer Wein dem man seine Jugend kaum anmerkt und der Lust auf mehr Zweigelt und Heinrich macht.
Note: 91+
Fazit 2: Danke meine liebe Faye, dass Du mir so einen tollen Wein aus Österreich mitgebracht hast... :-)

The Club!

This is not a real Club! Rather a virtual club permitting to share wine impressions with a wider public. Further, I’ll post on restaurants and anything well-tasting. Comments and discussions are most welcome!

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