Pfalz

2004 Mußbacher Eselshaut Cabernet Sauvignon, Weingut Weik, Pfalz

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Pfälzer Winzer beschränken sich bekannterweise bei den Rotweinen seit einigen Jahren nicht mehr nur auf regionale Rebsorten sondern bauen auch immer mehr auf die bekannten internationalen Trauben. Der Erfolg gibt Ihnen recht, und meine bisherigen Eindrücke machen mich auch immer wieder neugierig.

Dieser 2004er Cabernet vom Weingut Weik aus Mußbach wurde im Barrique ausgebaut. Die Robe ist leicht trüb, doch der Wein leuchtet trotzdem in hellem „ Bordeaux-rot“. Die Nase verrät eindeutig die Rebsorte mit viel Paprika und Beeren, Cassis und roter Johannisbeere. Man erriecht auch einen frischen Ton und toastige Barrique-Noten. Am Gaumen drängt sich sofort eine zupackende Säure auf. Die Frucht ist hier nicht so deutlich wie von der Nase angekündigt - Die Saftigkeit wird hier der Säure verdankt. Ein leichter Bitterton mischt sich dem bei aber auch toastige Barrique-Noten. Tannine scheinen fast verschwunden, jedoch trocknet der Wein im Finish deutlich aus und wirkt etwas kratzig. Der Nachhall ist von mittlerer Länge. Insgesamt kein herausragender Wein, aber er erfüllt seine Rolle als Essensbegleiter mit Bravour und zeichnet sich vor allem durch Sortentypizität aus. 81 Punkte.

2007 Forster Ungeheuer Riesling Kabinett Trocken, Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan, Pfalz

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beautiful label designed in 1905 showing emperor Probus who allowed viticulture in Pfalz

The vineyards of Forst are well known to all Riesling amateurs in the World. Among em, Ungeheur (which means monster if literally translated but in this case the christening actually stems from a certain Mr. Ungeheuer) is for sure one of the top vineyards, maybe not as singular as Pechstein or Kirchenstück, but definitely with enough volcanic rock in the ground to lend the wines charismatic personality.

Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan, or to keep it short just Bassermann-Jordan, one of the famous “B”’s of the Mittelhaardt (besides Bürklin, Von Buhl…) is an estate with a long tradition which knows its vineyards and how to get the best out of its Terroir. Let’s see if this one is a good ambassador of the Forster Ungeheuer.

Colour is pale yellow with green reflections. Nose is rich and dense in a typical Pfalz way with lots of yellow fruit.
On the palate fruit is also dominating supported by an elegant albeit not very discrete acidity. This makes the wine quite juicy. But it is not as dense and rich on the palate as it was indicated by the nose. Less baroque than you’d expect and actually quite close to a genuine slim Kabinett style which is enjoyable.The typical minerality you would expect from this vineyard is also discernable but rather discrete. Finish is on mineral and fruit notes with a satisfying medium length.
For the Pfalz region this is a rather slim Kabinett, of course still much more rich then let’s say a Rheingau or Saar Kabinett, but this is just right fro a Kabinett representing the region, very enjoyable. It still has some ageing potential also. 85 points

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PS 09.11.09: Für eine deutsche Fassung dieser VN kann man ein Übersetzungsprogramm verwenden, man kann aber auch beim Bloggerkolegen nachlesen der fast simultan eine sehr ähnliche Beurteilung gepostet hat, mit derselben Punktzahl! Sind Geschmäcker doch nicht so verschieden? :)

Looks delicious!

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..and tasted delicious! I've never eaten tripes that good before. Well, maybe I've never eaten them before, I'm not so sure. Those were served at Koehler Ruprecht estate in Kallstadt during the local wine fest. Really tender and with such a hearty and delicious sauce they were just splendid.

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We also had some of those buddies, very fresh as if there was a hidden ocean somewhere in the Pfalz. And of course, for a local touch on our plates, we could'nt miss out on the Saumagen, the infamous local specialty and favorite dish of former German chancelor Kohl. It was also delicious, and I can only recommend everyone to keep your eyes open for upcoming events in this estate (btw, all dishes were prepared by the estates' own restaurant "Weincastell zum Weißen Roß")

2006 Sauvignon Blanc, Markus Schneider: Time to say goodbye!?!

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Das ist nun die vorletzte Flasche vom 06er Sauvignon vom Markus Schneider aus Ellerstadt. Ab in den Dekanter damit (mit 2 Kühlaggregaten drunter = mein Patent!). Anfangs wirkt er überreif, kernig und unangenehm bitter auch im Finish. Nebenbei zeigt er für meine Begriffe gar keine Sauvignon Typizität mehr außer einer sehr präsenten Säure. Ist der schon über den Jordan? Erst mal in der Karaffe lassen und zweite Chance geben.

Nach einiger Zeit dann lässt das Bittere tatsächlich nach (ohne vollkommen zu verschwinden jedoch), der Wein gewinnt an Textur mit einem passablen Schmelz. Ein paar Aromen kommen dazu, etwas Honig und Heu, aber wenn man konsequent ehrlich ist: Es will kein richtiges Trinkvergnügen mehr aufkommen. Dieser Wein war auch sicherlich nicht als Lagerwein gedacht, und hat in den letzten Monaten auch sein Dienst getan. 80- Punkte (Zuletzt 2008 probiert). Adios Sauvignon 2006. Dabei fällt mir ein, dass ich gerne mal wieder ein paar Schneiderche Rotweine probieren würde.

Freinsheimer Cabernet Sauvignon - Another rising red wine star in the Pfalz?

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The Pfalz region has in recent years become known for also producing some quite appreciated red wines besides its very well known Rieslings, Weißburgunder and Grauburgunder. Some estates are recognized for being precursors in reinventing German red wines by introducing "international" varieties such as Cabernet, Merlot and Syrah. Knipser in Laumersheim or Schneider in Ellerstadt are 2 estates that can't be left out in this context. But others have seen the success and start following this model. Hence, another red wine I had this summer was this Cabernet from Rings Estate in Freinsheim. It is a family estate where the wines are now made by the 2 brothers Steffen and Andreas who are born in 1978 and 1986. Needless to say there is some young dynamism at work in the vineyards and the cellar, and that might also be the reason that the focus has been put on red wines.
So, concerning this bottle of 2007 Cabernet Sauvignon "S", I have to admit that... I lost my notes and thus can't report properly on it. But I do remember that I enjoyed it and contemplated the bottle and label with a look of confusion and admiration on my face. I am definitely intrigued and determined to try some more of the estates' wine on occasion. Well actually this post is all about the fact that I have a new estate on my wine map I guess, and I thought I should let the world know.

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BMW und Dr. Bürklin-Wolf

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Im Duett stellten das Weingut Dr. Bürklin-Wolf und der Autohersteller BMW vor einer Woche im gediegenen Ambiente des Wachenheimer Englischen Gartens ihre neuesten Produkte vor. Als Vorpremiere zur IAA stellte BMW den neuen 5er Gran Turismo zur Schau. B-W hingegen präsentierte als Vorpremiere zur VDP Gutswein Messe in Berlin seine PC’S und GC’s des neuen Jahrgangs 08. Interessante Konstellation? Auf jeden Fall. So in etwa hörte sich ein typischer typsicher Dialog des Abends an:

Weinfreund (mit Weinglas in der Hand): Und, wie viel Umdrehungen?
Gastgeber: Es handelt sich um ein 6 Zylinder Diesel, der…
Weinfreund: Nein, nein, ich meine den Wein…

Ein anderer Schenkelklopfer des Abends war der Vergleich der Spritpreise und Weinpreise. Nein, Spaß beiseite, den guten Wein kippen wir lieber nicht in den Tank. Wie dem auch sei, Autohersteller und Weingut hatten einiges zu bieten; nur „Probefahren“ durfte man ausschließlich die Weine, aber dafür ausgiebig ;=), weswegen ich mich in diesem Post nun nur noch meinen kurzen Verkostungsnotizen widme. Eins vorab: Die meisten Weine schienen noch sehr jung und verschlossen, was für solche Große-Gewächs-Lagen und insbesondere bei B-W nichts unübliches ist. Diese Notizen sind deshalb auch mit Vorsicht zu genießen, denn all diese Weine werden sich mit Sicherheit verändern und womöglich ins (noch) Bessere! Nun die Notizen:

Wachenheimer Böhlig P.C.: Relativ helle, fast blasse Farbe, erscheint sehr schlank ist aber dennoch deutlich als Pfälzer Riesling erkennbar.

Ruppertsberger Hoheburg P.C.
: Etwas dunkler als der Böhlig. Auch mehr Gewicht am Gaumen, zeigt sich auch recht druckvoll aber hat auch leicht bittere Töne. Noch grün hinter den Ohren.

Gaisböhl G.C.
: Recht helle Farbe. Leicht wilde, stinkige Nase (im Positiven). Am Gaumen dann wieder leichte Bittertöne die seine Jugend entlarven. In der Balance lässt er für meinen Geschmack etwas Säure vermissen. Dadurch erscheint der Wein insgesamt burgundisch geschmeidig, aber man könnte ihn auch mit einem Grauburgunder verwechseln.

Kalkofen G.C.
: Satte Farbe. Sehr duftige Nase mit viel Frucht. Vielleicht der offenste Wein von allen. Zeigt dabei am Gaumen eine schöne Balance ohne dabei Gewicht und Power vermissen zu lassen. Im Abgang mit schönem Schmelz und prickelnder Mineralik. Schöner Nachhall wenn auch mit leicht alkoholischer Note.

Hohenmorgen G.C.
: dunkle Farbe. Verschlossene Nase. Am Gaumen spürt man hohen Extrakt und viel Power, Wein wirkt allerdings etwas streng zurzeit mit leichten Bitternoten auch hier. Deutlich in der Pubertät.

Pechstein G.C.
: Nase ebenfalls recht verschlossen. Am Gaumen wirkt er filigran und mineralisch und gleichzeitig entfaltet der Wein eine strömende Kraft. Ein typischer Pechstein? Auf jeden Fall sehr vielversprechend!

Jesuitengarten G.C.: Wirkt dicht aber dennoch elegant, aber er scheint mehr Umdrehungen zu haben als der BMW, bzw erscheint etwas alkohollastig.

Kirchenstück G.C.
: Power, Power, Power: Ein vibrierender Motor! Prickelnd mit subtiler Mineralik, sehr druckvoll und lang anhaltend im Nachhall. Wirkt mal dicht und fett, mal leicht und tänzelnd. Das ist definitiv kein Terrassenwein. Er beansprucht volle Konzentration und Aufmerksamkeit!

Nun kann man auf die weiter Entwicklung dieser Gewächse neugierig sein. Es dauert mit Sicherheit einige Monate bis der Babyspeck hier weg ist!

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2005 Riesling M, Weingut Schäfer, Pfalz

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Hatte ich vor kurzem noch den 2004er dieses spontan vergorenen Rieslings im Glas, so hab ich diesmal den 2005er Riesling M des Weinguts Schäfer entkorkt.
Die Nase duftet leicht nach Birne, und vermittelt dabei einen Eindruck von Frische. Aber auch ein intensive und ansprechende Apfel-mit-Karamell-Note sticht durch. Am Gaumen zeigt der Wein eine schöne seidige Textur aber eine kräftig-elegante Säure die fast etwas salzig anmutet verleiht ihm auch Struktur. Der Wein erscheint zudem wie aus einem Guss: Alle Teile passen zusammen und bieten ein harmonisches Geschmackserlebnis. Die Frucht wirkt eher stählern frisch, mit grünem Apfel, aber ein Eindruck von Kräutern und Salzigkeit verleiht dem Wein zusätzlich Tiefe. Auch der Nachhall ist äußerst zufriedenstellend: Lang und frisch mit einer ätherischen Lakritznote. Ein Wein der nicht nur durch seine originelle (spontanvergorene) Stilistik auf sich aufmerksam macht, sondern einfach ein sehr gut gelungenes Werk ist auf dessen weitere Entwicklung ich sehr gespannt bin.

2006 Schlangenpfiff Weißburgunder GG, Weingut Münzberg,Pfalz

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Hatte ich diesen Wein zuletzt noch mäßig gegenüber meinen Erwartungen und auch 2 mal mit Korkschmecker im Glas, so freue ich mich richtig diesen Wein endlich wieder so gut im Glas zu haben wie damals bei der VDP GG Tour 2007 wo er mich überzeugt hatte.

Vor allem die Nase ist sensationell! Ein intensives verführerisches Gemisch von Biskuit-Teig, Birnen, Rhabarberkuchen und Äpfeln, das einen immer wieder dazu bewegt die Nase ins Glas zu stecken.

Nun gut, der Gaumen schafft da etwas Kontrast. Zwar hat er eine schöne ölige Viskosität und eine cremige Textur. Doch die Frucht erscheint sehr breit und überreif und im Abgang fügt sich einer zarten mineralischen Note und einer angenehmen Rauchigkeit leider ein recht harscher Bitterton bei. Aber dann geht die Nase wieder ins Glas und diese sensationelle Intensität entschädigt wieder für jegliche Ungenauigkeit am Gaumen.

Es ist irgendwie ein Genugtuung, daß meine letzte Flasche dieses Weins mich daran erinnert warum ich diesen überhaupt gekauft habe. 90

1999 Forster Pechstein, Weingut Dr. Bürklin-Wolf, Pfalz

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Im Gasthaus zur Kanne in Deidesheim welches zum Weingut Dr. Bürklin-Wolf gehört, ist die Weinkarte bekannter weise mit unzähligen Preziosen des Guts gespickt. Als wahrer Glücksgriff oder besser gesagt, als wahre Glücks-Empfehlung entpuppte sich der 1999er Forster Pechstein. Um es kurz zu sagen: Ein Weltklasse Weißwein! Dass dieser 10 Jahre alt ist, merkt man ihm kein bisschen an. In der Nase zeigt er diesen intensiven exotischen Ananas-mit-Karamell-Duft, der so typisch ist für manche Forster Lagenweine. Dabei wirkt diese Exotik nie gekünstelt oder kitschig: Nur schlicht und elegant, dabei auch finessenreich. Riechen allein macht bei diesem Wein schon glücklich. Am Gaumen wird das Ganze genial fortgeführt: Der Pechstein wirkt schlank, straff ( keineswegs oxydativ ) aber gleichzeitig auch mundfüllend und prall. Eine perfekt elegante Säure bildet die Struktur und trägt die exotische Aromatik bis über die Zielgerade hinaus; will heißen: Das Finish besticht durch einen schier unendlichen Nachhall. Wirklich ein tolles Weinerlebnis mit einem strahlenden Riesling auf den das Prädikat großer Terroir-Wein wie die Faust aufs Auge passt. Und nochmal zum Thema Alter: man hat bei diesem Wein fast den Eindruck, dass er mit jedem Schluck eher noch jünger wird – zuletzt spürt man gar wieder Gerbstoffe. Ein paar Jahre hat er sicherlich noch vor sich. 97-98

Ein Glas 2003er Forster Ungeheuer das noch auf dem Tisch stand, bot sich zum Vergleich an. Dieser trank sich zwar ebenfalls deutlich in der 90+ Punkte Liga, konnte aber gegen den 99er Pechstein nicht ankommen, wirkte straffer, weniger intensiv, nicht dermaßen ausbalanciert und hatte auch einen deutlich leichteren Abgang.

By the way, bei der auf Berlinkitchen beschriebenen Pechstein-Vertikalprobe wird der 1999er ebenfalls hochgelobt.

English


This 1999 Forster Pechstein by Dr. Bürklin-Wolf we had at the (estate-owned) restaurant “zur Kanne“ in Deidesheim can only be described as world class white wine. With 10 years of age it doesn’t show any sign of fatigue - rather the opposite. Its Nose is intense of pineapple and caramel, a typical attribute for the Rieslings from the vineyards of Forst. Pineapple sounds a little cheesy, but it’s not the Pina Colada kind of exoticness we have here, rather something truly elegant in an unostentatious way: pure Finesse. Smelling alone already accounts for happiness. But the genius follows its way on the palate. The wine appears slim and lean but at the same time full and luscious. A perfectly elegant acidity accounts for the structure and carries the exotic aromas into a mind-blowing, never-ending finish. A brilliant Riesling and a genius Terroir wine! Concerning the age: With every sip one has the impression the wine gets fresher and younger. Clearly, this has some more years ahead! 97-98

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2 glänzende Kontrahenten - 2 brilliant opponents

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optimal!

2006 Spätburgunder “Cuvée Paradies”, Weingut Becker, Pfalz

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Den Badener Spätburgunder von Aldi musste ich natürlich sogleich mit einem hochpreisigeren vergleichen. Angeboten hat sich da gleich ein 2006er Spätburgunder des pfälzischen Weinguts Friedrich Becker, mittlerweile weltbekannt für seine erstklassigen Rotweine. Bei dem hier probierten Wein handelt es sich genau genommen um eine als trockener Qualitätswein bezeichneten Abfüllung für die Handelskette “ Frischeparadies“; daher der Name „Cuvée Paradies“. Preislich müsste der Wein bei etwas mehr als 10 Euro gelegen haben.

Der Wein ist vom Körper ähnlich aber deutlich samtiger. In der Aromatik unterscheidet er sich noch deutlicher, da er statt nach Himbeere sehr intensiv nach Kirsche riecht und auch schmeckt, als hätte der Winzer ein paar Amarenakirschen in den Tank gelegt. Es handelt sich also für meine Begriffe um eine etwas modernere Version des deutschen Spätburgunders, aber ohne sich in den Gefilden der Alkoholbomben mit Marmeladengeschmack zu bewegen (trotz 13%). Vielleicht scheint dieser Wein eben genau den Spagat zwischen Tradition und Moderne zu finden. Denn Frische und Süffigkeit sind trotz recht üppiger Struktur eindeutig gegeben. Ein wirklich leckerer Alltagspinot ist es also der
Friedrich Becker hier gelungen ist.

Im Endeffekt ist er jedoch nur bedingt mit dem Aldi Spätburgunder vergleichbar, da sich die Stilistik fast zu deutlich unterscheidet. Mir schmecken ehrlich gesagt beide ganz gut. Wahrscheinlich ist der Becker Wein qualitativ eine Ecke besser als die von Fritz Keller orchestrierte Aldi-Abfüllung, aber es ist fast zu schwer diese Weine gegenüberzustellen. 88-89

The Club!

This is not a real Club! Rather a virtual club permitting to share wine impressions with a wider public. Further, I’ll post on restaurants and anything well-tasting. Comments and discussions are most welcome!

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